Posts mit dem Label Nikari werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nikari werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 30. September 2014

Schöne Wohnung in Helsinki Kalasatama

Diese schöne Wohnung in Helsinki Kalasatama wurde von Minna Jones, einer finnischen Interior Designerin, Bloggerin (timeoftheaquarius.com) und Stylistin für das Bauunternehmen NCC eingerichtet. Sie wollte mit diesem Projekt eine Wohnung mit Persönlichkeit für eine junge Familie mit Kind gestalten, die heimisches, finnisches Design mit Klassikern und alten Möbeln sowie selbst gemachten Stücken beinhaltet. Das Wohnzimmer der 106 qm grossen Wohnung wirkt ausgeglichen, gemütlich und ist überwiegend von finnischen Möbelherstellern wie Artek und Nikari eingerichtet.
Alle Fotos sind von der Fotografin Pauliina Salonen.

April Tische von Alfredo Häberli und Jasper Morrison December Stuhl von Nikari 
sowie die Artek Aalto A331 Lampe, ein Klassiker von Alvar Aalto.

xx





Alle Bilder: Pauliina Salonen.

Montag, 28. April 2014

Iittala Flagship Store

Iittala Flagship Store gehört meiner Meinung nach zu den 'Must Visits' in Helsinki. Ein Besuch lohnt sich immer, sei es auch nur wenn man Ideen für sein eigenes Zuhause mitnehmen möchte.   


Kivi und Kastehelmi Teelichthalter mit Kastehelmi Schalen. 

Taika Decken und Kissen von Klaus Haapaniemi - seit Kurzem neu im Sortiment.
Nikari Möbel wie hier der December Stuhl eine schöne Ergänzung zu dem Iittala Geschirr. 


Samstag, 12. April 2014

Salone del Mobile 2014

Hier einige Eindrücke von nordischen Möbelherstellern auf der Salone del Mobile in Mailand in diesem Jahr.

Der originale Nikari December Sessel mit Leinenbezug und die April Tische von Alfredo Häberli für Nikari.
Der December Sessel von Jasper Morrison & Wataru Kumano im neuen XL Format und mit Lederbezug.  
Das moderne Lean Sofa als 2-Sitzer von GamFratesi für den dänischen Addinterior Designbrand.
Und hier der Lean Sessel mit dem Lederbezug von Addinterior.
Cooler Swedese Cartoon Sessel mit Breeze Beistelltischen.
Ein Designklassiker aus Dänemark - der Wegner Shell Sessel von Carl Hansen & Søn.
Und hier entsteht ein weiterer Wegner Designklassiker für Carl Hansen & Søn - der Wishbone Stuhl, der in Handarbeit hergestellt wird.  
Carl Hansen & Søn bringt den CH88 Stuhl im Mai zu Ehren des 100. Geburtsjahres von Wegner heraus, der bisher nur als Prototyp existierte. 


Freitag, 8. November 2013

Möbel für die Ewigkeit

Interview mit Rudi Merz


Rudi Merz, Eco-Design Preisverleihung.
Bild: Habitare.
Rudi Merz ist ein Schweizer Schreiner, der mit Nikari eng zusammenarbeitet und bereits seit über 40 Jahre in Finnland lebt. Er gestaltet individuelle Möbel in Handarbeit und legt grossen Wert auf natürliche Materialien und ökologische Herstellung.

Was hat dich so lange in Finnland gehalten und vermisst du deine Heimat die Schweiz?

Ich habe Familie hier und Finnland ist ein Land mit vielen Möglichkeiten, die ich sehr schätze. Als ich in den 60er Jahren hierher kam, hatte Finnland den Ruf ein armes Land zu sein. Zu meiner Überraschung stellte ich aber fest, dass die Realität nicht diesen Statistiken entsprach. Die Menschen hatten ein schönes, ausgeglichenes Leben mit langen Ferien und fast jeder konnte sich ein eigenes Haus leisten. Finnland hat darüber hinaus ein sehr gutes Gesundheitssystem, die Lebenshaltungskosten sind günstiger als in der Schweiz, so dass man hier ein gutes Leben führen kann. Ich bin einmal im Jahr in der Schweiz, so dass ich nicht allzu grosses Heimweh bekomme.

Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede siehst du zwischen den
Finnen und den Schweizern?

Sowohl die Schweizer als auch Finnen haben einen engen Bezug zur Natur und haben sich mit schwierigen Naturbedingungen auseinander setzen müssen. Beide schätzen gute Qualität und Natürlichkeit. Was Design betrifft, haben die Schweizer jedoch nicht so einen starken Bezug zum Design wie die Finnen, die meisten wissen nicht mal, dass Le Corbussier ein Schweizer war. Finnen haben eine starke, emotionale Bindung zum Design, was darauf zurückzuführen ist, dass in der Nachkriegszeit die ganze Nation hinter modernem Design stand.

Heute ist Finnland aus meiner Sicht in einer ähnlichen Lage wie die Schweiz in den 60er Jahren. Das Land war wohlhabend und den Leuten ging es sehr gut, aber es fehlte an Motivation. So entstand beispielsweise die Uhrenindustrie, die in erster Line von den Einwanderern gegründet wurde. Sie waren oft motivierter und mussten mehr arbeiten als es nach Landessitten üblich war. Nun sind die Finnen in einer ganz ähnlichen Situation, ihre Interessen haben sich geändert und die Menschen ruhen sich auf dem vergangenen Erfolg Finnlands aus. Sie kaufen Dinge, wie grosse, schöne Autos, aber investieren nicht mehr genug in ihre Zukunft. Aus meiner Sicht sollten die Menschen wieder stärker ihren Kopf benutzen, wie die Ausländer heute in Finnland, und mehr leisten als das Notwendige, um erfolgreich zu sein. Wenn es um neue Technologien oder Gesetzänderungen geht, sind die Finnen sehr offen und schnell, manchmal vielleicht fast etwas zu offen und zu schnell. Sie beteiligen sich nicht an den Diskussionen und zeigen oft überhaupt kein Interesse an diesen Themen. Die Schweizer sind hier anders und gehen kritischer mit diesen Themen um und diskutieren viel mehr.

RML1 Lounge Sessel von Nikari.


Du und Nikari stellt sehr hochwertige Produkte her, die entsprechend viel Geld kosten. Sind diese finnischen Produkte denn exportfähig und sind Kunden bereit das Geld für teure Designmöbel auszugeben?

Ja, ich denke schon. Ich bzw. wir bei Nikari können es uns leisten viel Zeit und gutes Material in die Produkte zu investieren. Mir persönlich ist Ökologie sehr wichtig, d.h. dass die Produkte aus wertvollen Materialien sind und in guten Verhältnissen hergestellt werden. Ich bin kein Fan von Massenfertigung. Wenn man heute Geschäfte beobachtet, egal wo auf der Welt, findet man immer wieder die gleichen Produkte. Wir bei Nikari wollen anders sein und individuelle Produkte anfertigen, die die Zeit überdauern. Ich glaube, dass Menschen bereit sind mehr Geld für Qualitätsware auszugeben, wenn sie wissen, dass sie ökologisch in fairen Verhältnissen hergestellt sind und eine gute Qualität besitzen.

Die Schweizer Vitra übernahm vor kurzem den finnischen Möbelhersteller Artek. Wie siehst du das?

Vitra ist sicher ein guter Partner für Artek und ich finde es eine gute Sache. Artek wird dadurch ‚kultivierter’ (zitiert nach Finnlands Kunstkritiker Kaj Kalin).

Wie haben Ikea und andere Billighersteller die skandinavische Möbelindustrie beeinflusst?

Der Ruf von Ikea ist wesentlich besser als die Macher, aber nachlassend. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sensationell,  basiert aber rücksichtslos auf Kosten der billigen Arbeitskräften und Einkaufspreise. Deshalb wird mehr versprochen als tatsächlich eingehalten wird. Aus meiner Sicht muss deshalb mehr Bewusstsein bei der Bevölkerung geschaffen werden, um solche Aktivitäten einzustellen.

Wie siehst du die Zukunft des finnischen und skandinavischen Designs?

Die alten Zeiten sind vorbei, das muss man akzeptieren. Man kann sich nicht mehr auf den Erfolgen der 50er und 60er Jahre ausruhen. Nach dem Krieg wollte man schöne einfache Dinge günstig fürs Volk herstellen, aber in den 70er wollten arme Leute keine einfachen Sachen mehr, sondern prachtvolles Barock bzw. verschnörkeltes Design, das fürstlich und glanzvoll schien. Heute funktioniert das erst recht nicht mehr. Früher waren finnische Marken wie Marimekko weltbekannt und sorgten für Furore als sie beispielsweise bei uns im Dorf auftauchten. Inzwischen haben sie aber ihren Glanz verloren und lassen sich nicht mehr so vermarkten wie früher.

Es gibt aber aktuell ein Paar tolle Designer in Finnland, die sehr gute Arbeit leisten und die ich sehr schätze. Einer davon ist Harri Koskinen sowie das Designerduo Aamu Song und Johan Olin. Sie versuchen erst gar nicht etwas Neues oder Besonderes zu schaffen, das es eh schon gibt. Vielmehr konzentrieren sie sich auf simple und notwendige Dinge, die individuell und schön sind und halten oder wiederbeleben die finnische Handwerkskunst beziehungsweise was davon noch übrig ist. Ausserdem machen eben das, was ihnen Spass macht. Design ist heute kein nationales Interesse mehr, sondern bewegt sich nur noch in kleinen Kreisen. Daher wäre es wichtig für junge Designer ins Ausland zu gehen und zu sehen, wie die Sachen dort gemacht werden und nicht zu erwarten bis die Leute hierher kommen. Man muss andere Sachen sehen und hierzu viel Zeit im Ausland verbringen, so wie das auch die grossen Namen wie Kukkapuro und Aalto gemacht haben.

Was inspiriert dich und was schätzt du am meisten an deiner Arbeit? 

In den 80er Jahren hatte ich meine Experimentier-Phase, aber inzwischen mache ich, was mir gefällt, eher individuelle Möbel. Wenn man nach Trends designt und eine bestimmte Farbe pro Saison verwenden muss, die es dann überall gibt, braucht es ja keine Designer mehr. Ich muss nicht mehr das tun, was andere mir sagen oder etwas Neues und Modernes erfinden. Mich treibt vielmehr mein Anspruch immer bessere Möbel zu machen. Ich bin sehr kritisch und nie zufrieden mit dem Status Quo. Ein von mir gemachter Stuhl soll ein Leben lang halten.

Anfangs habe auch ich Fehler gemacht und wenn ein Stuhl nach 30 Jahren einen Riss bekommt oder aus dem Leim geht, repariere ich ihn umsonst. Meine neuen Produkte, die häufig in den öffentlichen Einrichtungen unter starkem Gebrauch stehen, halten ewig, das weiss ich, weil ich alles selbst mache. Alles in Ruhe und ohne Eile. Das Material muss richtig ausgetrocknet sein, was einige Monate dauern kann. Es lohnt sich aber auf etwas Gutes zu warten, auch wenn die meisten Konsumenten das nicht würdigen. Es gibt aber zunehmend mehr Kunden, die Interesse und Ansehen für Handarbeit haben. 

Ausserdem liegt mir die Ökologie am Herzen, wie ich schon erwähnt habe. Der Designer sollte sich für sein Produkt verantwortlich fühlen und dies bei der Produktentwicklung berücksichtigen und so unnötige Lagerungen, Transportwege, usw. vermeiden. Ich bin wieder für mein Engagement mit dem diesjährigen Habitare EcoDesign-Preis ausgezeichnet worden, wie schon letztes Jahr. Schreiner werden nicht grosszügig für ihre Arbeit belohnt wie zum Beispiel Verkaufsmitarbeiter, aber es gibt gute Schreiner aus Überzeugung. In der Zusammenarbeit ist es wichtig, dass der Schreiner und der Verkäufer das gleiche Verständnis haben.

Wer oder wessen Arbeit hat dich und deine Arbeit am meisten beeinflusst? 
Ich habe fast 10 Jahre bei Yrjö Kukkapuro gelernt und gearbeitet. Er war mein Ziehvater. Er und die Gespräche mit ihm haben mich stark beeinflusst und ich habe viel von ihm gelernt. Wir konnten immer diskutieren und ich konnte auch anderer Meinung sein. Beispielsweise mache ich gerne traditionelle Produkte, wogegen es für Kukkapuro immer moderne sein mussten.

RMT3 Stuhl von Nikari.


RMJ Hocker von Nikari.

Bilder: Nikari

Dienstag, 13. August 2013

Nikari - Hersteller von hochwertigen Holzmöbeln

JRN1 Keiderständer von Jenni Roininen
Bild: Chikako Harada

Nikari mit Sitz in Fiskars in Finnland stellt hochwertige Holzmöbel seit 1967. Die ausgezeichnete Qualität der Nikari Produkte basiert auf der Auswahl des bestmöglichen Materials, überlegten funktionalen Formen, sorgfältig abgestimmten Details sowie hochpräziser Holzverarbeitung. Die Produkte werden ökologisch aus lokal zertifiziertem Holz hergestellt. Nikari hat langjährige Erfahrung mit der Holzverarbeitung, die heute mit den modernsten Technologien kombiniert werden. Gut verarbeitete Holzmöbel halten Jahre und altern in Würde. Nikari hat sich lange auf die Herstellung von schönen Designmöbeln für die Öffentlichkeit konzentriert, bietet aber seit kurzem seine Produkte auch für private Endkunden so auch u.a. im Helsinki Design Online Shop an.

Der Gründer von Nikari, Kari Virtanen hat bereits mit vielen berühmten finnischen Designern, wie Alvar Aalto oder Kaj Franck gearbeitet. Seine Entwürfe sind charakterisiert durch klares und dezentes Design, wie gut sichtbar beim KVT2 Stuhl. 

KVT2 Stuhl im Restaurant Chicos.
Bild: Chikoko Harada

Nikari arbeitet mit vielen renommierten internationalen Designern zusammen, wie u.a. für das 'Designs for Nature'-Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem WWF Finnland entstand. Die Produkte sind minimalistisch und entsprechen der skandinavischen Ästhetik. 

Die April Tische aus der 'Designs for Nature'-Kollektion von Alfredo Häberli für Nikari.


Bild: Chikoko Harada.


Die June Leuchte aus Holz entworfen von Mikko Paakkanen für Nikari's 'Designs for Nature'-Projekt. 

Bild: Chikoko Harada


Bild: Chikoko Harada


Der December Stuhl von Jasper Morrison Jasper Morrison und Wataru Kumano für die 'Designs for Nature'-Kollektion. Ein simpler, aber komfortabler Stuhl, der einfach zusammen zu bauen ist. 

Bild: Chikoko Harada

December Stuhl in Teilen, der einfach zusammen zu bauen ist.
Bild: Chikoko Harada

Der RMT3 Stuhl von dem in Finnland lebenden Schweizer Schreiner Rudi Merz, der handgefertigt auf Auftrag hergestellt wird.


Bild: Chikoko Harada.